1982: Italien siegt in Spanien

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Spanien hatte länger als jedes andere Land zuvor Zeit, sich auf das Turnier vorzubereiten: Gleichzeitig mit dem Zuschlag Deutschlands für 1974 kam der für die Iberer acht Jahre später. Und ein neuer Modus mit 24 statt sechzehn Mannschaften sorgte für exotische Gäste, die allerdings alle schnell ausschieden: Algerien, El Salvador, Neuseeland und Honduras blieben nach der ersten Runde auf der Strecke. Gesetzt waren klar der amtierende (und übernächste) Weltmeister aus Argentinien, der Europameister Deutschland und natürlich Brasilien. Aber es sollte anders kommen.

Die kuriose Vorrunde

Italien gewann nicht ein Spiel der Vorrunde und wurde mit 2:2 Toren bei drei Unentschieden Gruppenzweiter hinter Polen. Deutschland schlug diesmal Österreich, aber Belgien auch Argentinien. Und Nordirland die Spanier. Klare Anzeichen für den Sieg einer Turniermannschaft, mag man im Nachhinein sagen.

Die Zwischenrunde mit je drei Teams pro Gruppe

Polen schlug Belgien mit einem Tor mehr als die Sowjetunion es vermochte: Halbfinale. Nach einem torlosen Spiel gegen England (die ohne Niederlage ausschieden) reichte Deutschland ein 2:1 gegen die Gastgeber, weil die Engländer gegen Spanien wieder 0:0 spielten. Italien warf erst Argentinien und dann Brasilien raus. Frankreich hatte keine Probleme gegen Österreich und Nordirland.

Die Halbfinals

Paolo Rossi, Torschützenkönig und Spieler des Turniers, machte zwei Tore gegen Polen. Littbarski und Platini trafen in der zweiten Partie vor der Verlängerung, in der Frankreich schnell 3:1 führte, bevor Rummenigge und Fischer (per Fallrückzieher) das Elfmeterschießen erzwangen. Schumacher hielt, Hrubesch traf.

Finale in Madrid

Nachdem Polen (schon wieder) Dritter geworden war, standen sich im Bernabéu unter anderen Zoff, Gentile, Conte und Rossi sowie die Försters, Kaltz und Dremmler gegenüber. Jupp Derwall hatte noch Breitner und mit Rummenigge und „Litti“ mehr Frische parat als sein biederer Trainer-Ruf erahnen ließ. Aber es reichte halt so nicht. Ein Elfer für Italien schon Mitte der ersten Halbzeit. Neben das Tor! Dann: 57ste, 69ste, 81ste Minute: 3:0 für Italien. Ehrentreffer Breitner. Abpfiff. Italien auf dem Thron.