1998: Frankreich schaffts daheim

Mehr afrikanische Teams dank 32 teilnehmender Mannschaften, das war einer der Akzente schon weit vor Beginn der 16. Weltmeisterschaft. Kurios hingegen: Dem Mitbewerber Schweiz war wegen technischer Mängel abgesagt worden, Marokko hatte später einen Bestechungsskandal am Hals. Mittlerweile klassisch: der Modus mit Vierergruppen, dann Achtelfinale und so weiter.

Vorrunde: Spanien raus, Frankreich siegt

Marokko vor Schottland, Österreich vor Kamerun, aber für sie alle wie für viele Nicht-Favoriten wird es nicht reichen für die nächste Runde. Brasilien leistet sich im letzten Spiel eine Niederlage gegen Norwegen, Italien ein Unentschieden gegen Chile, Deutschland ein 2:2 gegen Jugoslawien. Knapp ist es in den Gruppen D und E, in denen sich Nigeria und Paraguay (gegen Spanien) sowie die Niederlande und Mexiko (gegen Belgien) durchsetzen. Ohne Punktverlust nur Argentinien und die Gastgeber, denn auch England verliert sein Spiel gegen Rumänien.

Der Aufstieg der Kroaten

England gegen Argentinien schon im Achtelfinale – und Elfmeterschießen! 4:3 für Argentinien, trotz Owen und Beckham. Frankreich braucht ein Golden Goal gegen Paraguay, Deutschland kurz vor Schluss Oliver Bierhoff gegen Mexiko. Die Niederlande übersteht gegen Jugoslawien einen Elfmeter und trifft zum Sieg in der 90. Minute. Nächste Runde: Di Biagio an die Querlatte! Frankreich nach Elfmeterschießen weiter. Brasilien schlägt Dänemark und die Niederlande dank Bergkamp Argentinien. Deutschland aber gerät gegen Kroatien in Rückstand und entwickelt nicht genug Druck. Am Ende steht es 0:3.

Der Weg nach Paris

Dramatik pur im Spiel der Niederlande gegen Brasilien. In einem weiteren vorgezogenen Endspiel trifft zunächst Ronaldo, aber kurz vor Ende eben auch Kluivert. Ohne weitere Tore geht es an den Elfmeterpunkt. Dort scheitern zwei Niederländer an Taffarel, und die Brasilianer stehen im Finale. Bereits im späteren Finalstadion dreht der Gastgeber anschließend einen Rückstand durch zwei Tore von Thuram. Die Kroaten, immerhin bei ihrer ersten Weltmeisterschaft, holen sich später den dritten Platz. Barthez, Zidane und Kollegen schocken Carlos, Dunga und Team im Finale bereits in der ersten Halbzeit zweimal und legen in der Nachspielzeit noch einen drauf. 3:0 gegen Brasilien!