2002, 2006, 2010: Favoriten- und Außenseiter-Gewinner

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Nicht nur bei den Buchmachern, sondern auch in vielen privaten Wettzirkeln dreht sich bei Weltmeisterschaften viel um die Frage, welche Außenseiter es am weitesten schaffen werden. Dabei geht es nicht zuletzt um Quoten. Aber es trennt sich auch die Spreu vom Weizen, wenn (selbst ernannte) Experten ihre Meinungen zum Thema äußern. Blicken wir also einmal auf drei WMs und Aufsteiger und Abstürze, aber auch auf die späteren Pokalsieger.

2002: Frankreich desolat, Türkei stark

Wer amtierender Titelverteidiger ist, hat es im kommenden Turnier schwer. Paradebeispiel für dieses ungeschriebene Gesetz ist die Leistung Frankreichs beim Turnier in Japan und Südkorea: Kein Tor (aber ein Unentschieden), vierter von vier Teilnehmern in der Vorrunde. Besonders frappant: Die Franzosen waren ebenfalls amtierender Europameister. Die Türkei hingegen heizte früh Spekulationen an, als sie im ersten Gruppensieg gegen den späteren Titelträger Brasilien zur Pause in Führung lag. Hier, wie im Halbfinale, musste sie sich aber mit je nur einem Tor Unterschied geschlagen geben. Mit Brasilien war zu rechnen gewesen. Die eigentliche Sensation war Co-Gastgeber Südkorea, den Deutschland im Halbfinale erst ausschaltete.

2006: Frankreich rehabilitiert, aber Italien erobert Deutschland

Wer setzt schon auf einen Titelgewinn Italiens in Deutschland? Nun, „Die Welt zu Gast bei Freunden“ in einem „Sommermärchen“ – bei so viel Lyrik schon im Vorfeld hätte man bereits auf so etwas kommen können. Weitere Besonderheit: Ein Halbfinale ohne Südamerikaner! Dafür schaffte es die Ukraine ins Viertelfinale, was die einzige wirkliche Überraschung war. Polen, Tschechien und Kroatien scheitern in der Vorrunde? Das kann durchaus mal passieren.

2010: Spanien siegt bei Afrika-Premiere

Uruguay ließ hier alle anderen Copa-Mannschaften hinter sich und wurde von Deutschland im Spiel um Platz 3 geschlagen. Kurz zuvor war dies auch den Niederlanden gelungen, die sich den Spaniern beugen mussten, die bis dato immerhin auch die Deutschen sowie Portugal besiegt hatten. Mit Ghana und Paraguay gab es zwei relativ exotische Teams im Viertelfinale. Spanien hatte man es zwar zugetraut, den Turniererfolg aber nicht gerade erwartet.