Die Welt zu Gast bei Freunden

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In der Geschichte des deutschen Fußballs hat es bereits viele erinnerungswerte Augenblicke gegeben. Man erinnere sich beispielsweise an das legendäre Wunder von Bern, als Helmut Rahn im WM-Finale 1954 in den Schlussminuten das entscheidende Tor gegen Ungarn schoss. Oder als es die deutsche Nationalmannschaft 1974 schaffte, im eigenen Land Weltmeister zu werden.

Doch in unserer Fußballgeschichte gibt es ein ganz besonderes Turnier, das sich in die Erinnerungen vieler Fans in Deutschland gebrannt hat: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, die ebenfalls in der Bundesrepublik ausgetragen wurde.

Die WM im eigenen Land

Im Vorfeld des Turniers zählte das Gastgeber-Land nicht wirklich zu den Favoriten auf den Titelgewinn. Sowohl die Ergebnisse aus den Spielen der Vorbereitung als auch die Erinnerung an das frühe Ausscheiden im vergangenen Turnier (der Europameisterschaft 2004) ließen Deutschland nicht wirklich als großen Titelkandidaten dastehen. Doch spätestens nach der starken Gruppenphase mit drei Siegen, gegen Costa Rica, Polen und Ecuador, gelang es der deutschen Mannschaft, sich zu einem Team zu entwickeln, das man definitiv auf der Rechnung haben sollte.

Spätestens nach den darauffolgenden Siegen im Achtel- und Viertelfinale gegen Schweden und Argentinien gab es bei den deutschen Fans vor Freude kein Halten mehr. Die Siege und das fast vier Wochen anhaltende Sommerwetter in Deutschland sorgten während des Turniers für eine ausgelassene Stimmung in weiten Teilen der Bundesrepublik. Dies führte dazu, dass die Weltmeisterschaft 2006 bis zum heutigen Tag auch als deutsches Sommermärchen bezeichnet wird.

Der Traum vom erneuten Titelgewinn im eigenen Land platzte leider im Halbfinale nach einer schmerzlichen 0:2 Niederlage gegen Italien. Aber auch wenn Deutschland nicht Weltmeister wurde, so ging das Sommermärchen als großer Erfolg in die deutsche Fußballgeschichte ein. Nicht nur war es die WM 2006, die das Public Viewing, wie wir es heute kennen, groß gemacht hat, sondern es war auch ein Großereignis, das gezeigt hat, dass die Deutschen friedlich mit verschiedenen Menschen aus aller Welt feiern können – unabhängig von Hautfarbe, Rasse oder Religion.