WM 1994 – Premiere in den USA

Zum ersten Mal wurde vom 17. Juni bis 17. Juli 1994 eine Nation Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft, in der Fußball bis dahin eher ein Schattendasein führte. Skeptiker, vor allem wegen des Zuschauerinteresses in den Stadien, lagen falsch. Denn mit einem Schnitt von fast 69.000 Besuchern pro Spiel waren nie zuvor und nie danach WM-Spiele besser besucht. Es war auch die letzte WM mit 24 Teilnehmern.

Die Vorrunde

Große Überraschungen blieben aus, da sich auch die vier besten Gruppendritten für das Achtelfinale qualifizierten. Deutschland wurde Gruppensieger mit Siegen gegen Bolivien (1:0), Südkorea (3:2) und einem Unentschieden gegen Spanien (1:1). Argentiniens Superstar Maradona wurde im letzten Gruppenspiel des Dopings überführt und vom Turnier ausgeschlossen.

Das Achtelfinale

Das Team von Berti Vogts zeigte bis dahin seine beste Leistung und besiegte die Belgier mit 3:2. Brasilien mühte sich gegen den Gastgeber USA zu einem 1:0 und somit schied zu ersten Mal ein Gastgeber schon im Achtelfinale aus. Italien kam erst in der Verlängerung zu einem 2:1 Sieg gegen Nigeria. Bulgarien gewann erst im Elfmeterschießen gegen Mexiko.

Das Viertelfinale

Ein Tor von Jordan Letschkow, der damals für den HSV spielte, beendete alle Titelträume der deutschen Nationalmannschaft. Italien bezwang Spanien mit 2:1, Brasilien die Niederlande mit 3:2. Dramatisch verlief die Partie zwischen Rumänien und Schweden und endete mit einem 5:4 Sieg im Elfmeterschießen für die Nordeuropäer.

Das Halbfinale

Der Italiener Roberto Baggio steuerte beide Treffer zum 2:1 Sieg gegen Bulgarien bei und schoss damit die Azzurri ins Finale. Spät aber doch setzten sich die Brasilianer durch ein Tor von Romario gegen die Schweden mit 1:0 durch.

Spiel um Platz drei

Im Spiel Schweden gegen Bulgarien stand es am Ende 4:0.

Das Finale

120 Minuten lang war das Spiel in Pasadena von viel Taktik und nur wenigen Torchancen geprägt, so dass ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Pechvögel waren dabei zwei italienische Legenden. Roberto Baggio und Franco Baresi vergaben jeweils ihre Strafstöße, so dass am Ende Brasilien Weltmeister wurde.